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Ich bin dann mal weg


Symbol des Jakobsweges, Foto: NaturschutzzentrumWird vom Jakobsweg gesprochen, ist in aller Regel die Hauptroute des historischen Pilgerweges von den Pyrinäen bis nach Santiago de Compostela gemeint. Dort befindet sich die Grabstätte des heiligen Jakobus, die Ziel mehrerer Millionen Besucher jährlich ist. Bereits im Mittelalter war die Stadt neben Rom und Jerusalem eines der wichtigsten christlichen Ziele einer Pilgerfahrt. 

So wundert es vielleicht, gerade in Darup auf den Jakobsweg zu treffen. Das ist übrigens auch noch gar nicht so lange möglich. Der hier ausgeschilderte Jakobsweg existiert erst seit 2015 und führt von Bielefeld nach Münster über Nottuln und Darup nach Wesel. Von dort gibt es Anbindungen weiterer Jakobswege, die schließlich bis nach Nordspanien führen. DER Jakobsweg besteht also eigentlich aus vielen verschiedenen, netzförmig angeordneten Wegen, die an wichtigen christlichen Gebäuden vorbeiführen und die alle zusammen ein Ziel haben: Santiago de Compostela.

Natürlich wanderten Pilger aber auch damals abseits der Hauptwege, bis sie einen der großen Jakobswege erreichten. Sie waren unterwegs auf Unterkünfte und hilfsbereite Menschen angewiesen. Die Pilgerherberge "Zu den 2 Eulen" aus der Geschichte gibt es heute tatsächlich, aber vor der Eröffnung dieses neuen Abschnitts exisitierte sie nicht.

Hape Kerkeling veröffentlichte 2006 sein Buch "Ich bin dann mal weg", in dem er von seinen Erlebnissen auf dem Jakobsweg erzählt und motiviert bis heute trotz der formulierten Strapazen viele Nachahmer. Und vielleicht ist auch das Buch Auslöser eines regelrechtes Booms, der die Ausschilderung neuer Jakobsweg-Abschnitte wie hier in jüngster Vergangenheit ermöglichte.

 

Waldkapelle in Darup, Foto: © Josef RäkersEin Wallfahrtsort in Darup

Damals gab es den offiziellen Jakobsweg zwar noch nicht in Darup, es wurde aber dennoch hier her gepilgert. Und zwar zur Kapelle, die oben am Ende des Hohlweges steht und seit 1941 offiziell zum Wallfahrtsort benannt ist. Bereits zwei Jahrhunderte früher war der Ort bekannt für wundersame Heilungen gläubiger Menschen. Ursprünglich stand an der Stelle nur ein Kruzifix, das 1718 aus Sandstein errichtet wurde. Zum Schutz des Kreuzes wurde die Kapelle 1753 gebaut. Pilgergruppen aus der näheren Umgebung suchen die Kapelle seitdem auf.

 

Tipp:

Der Alte Hof Schoppmann ist Stempelstelle des Jakobsweges. Den Stempel erhalten die Wanderer im Café des Hofes.

Die Katholische Pfarrei St. Martin (Nottuln) informiert hier auf Ihrer Internetseite über den Jakobsweg.

Die Baumberge Touristik hat ausführliche Streckeninformationen zum Jakobsweg in der Region zusammengefasst. Jakobsweg - Baumberge-Touristik PORTAL

Mehr zur Kapelle und die Beschreibungen der wundersamen Heilungen sind auf der Seite des Heimatvereins Darup zusammengefasst.