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Feldvogelschutz


Feldlerche, Kiebitz und Co.

Um den deutlichen Bestandsrückgang von Arten der freien Feldflur aufzuhalten, haben das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. und der Kreis Coesfeld dieses Projekt für eine artenreiche Feldflur ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Landwirten und Jägern sollen folgende freiwillige Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraumes von „Feldlerche, Kiebitz & Co“ umgesetzt werden:

Anlage von Schon- und Blühstreifen mitten in der Ackerflur. Eine Kombination aus mehrjährigen Blühstreifen und einer sog. Schwarzbrache (bis zu 12m breit).
Anlage von Lerchenfenstern. Je Hektar Getreidefläche sollten mindestens zwei, jeweils ca. 30 m², große Flächen nicht eingesät werden. Landwirte, die entsprechende Strukturen mitten auf ihrem Acker anlegen, erhalten einen finanziellen Ausgleich für den Ertragsausfall.

 

Eine für alle – die Feldlerche steht Pate

Die Feldlerche ist eine Art der offenen Kulturlandschaft in Bereichen mit niedriger, grasiger oder krautiger Vegetation. In der Regel ist die Feldlerche auf trocknen bis wechselfeuchten Böden anzutreffen. Sie ist die Stimme unserer offenen Agrarlandschaft und Botschafterin für eine artenreiche Feldflur.

Maßnahmen, die den Lebensraum der Feldlerche verbessern, helfen auch anderen Arten der Feldflur wie Rebhuhn, Feldhase und Kiebitz. Blütenpflanzen und ihne Insekten wie Schmetterlinge, Hummeln und Honigbienen werden ebenfalls gefördert.

Ein bunter Streifen auf dem Acker mit teils dichtem, teils lockerem Pflanzenbewuchs fällt jedem Spaziergänger oder Radfahrer ins Auge und muss in der heutigen, intensiv genutzten Agarlandschaft erst einmal erklärt werden. Hier hilft Pressearbeit und insbesondere die Information direkt am Acker, z.B. mit einer kleinen Feldtafel am Wegesrand. Den am Programm teilnehmenden Landwirten stellt das Naturschutzzentrum eine solche Tafel kostenlos zur Verfügung.

 

Weitere Fördermöglichkeiten

Vertragsnaturschutz

Im Vertragsnaturschutz besteht u.a. auch die Möglichkeit durch bearbeitungsfreie Schonzeiten auf Maisäckern oder der Schaffung von Nahrungs- und Brutflächen für den Kibitz den Fortbestand der Feldvögel zu unterstützen. Weitere Informationen sind hier zu finden.

 

Feldvogelinsel im Acker

Über das Programm "Feldvogelinseln im Acker“ des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) kann ebenfalls eine Förderung erfolgen. Weitere Informationen sind auf der eigenen Homepage des Ministeriums hier zu finden.

 

 

 

 

 

Kontakt

Inka Harms

Dipl.-Biologin

Wissenschaftliche Mitarbeiterin | Schwerpunkt Botanik | Artenvielfalt in der Feldflur

Tel: 02502-90 143 84 | Di. bis Fr. 9.00 - 15:30 Uhr

» Inka.harms(at)naturschutzzentrum-coesfeld.de