Niströhren und Streuobstwiesen für den Steinkauz

Der Steinkauz ist in Nordrhein-Westfalen als gefährdet eingestuft. Etwa drei Viertel des bundesweiten Bestands leben in NRW – mit wichtigen Schwerpunkten im Münsterland, am Niederrhein und in Mittelwestfalen. Im Kreis Coesfeld ist die kleine Eule noch vergleichsweise häufig anzutreffen, was vor allem dem gezielten Artenschutz zu verdanken ist. Sie bewohnt offene, grünlandreiche Niederungslandschaften und bevorzugt traditionelle Streuobstwiesen, Kopfbaumreihen und Weideflächen, die ihr Jagd- und Brutmöglichkeiten bieten.

Schutzmaßnahmen im Kreis Coesfeld

Unter fachlicher Begleitung des Naturschutzzentrums Kreis Coesfeld engagieren sich vor allem freiwillige Helferinnen und Helfer für den Erhalt des Steinkauzes. Sie bauen und montieren Niströhren an geeigneten Standorten – etwa in Obstwiesen, an Hofstellen oder in alten Baumreihen – und kontrollieren diese jährlich. Wo natürliche Bruthöhlen fehlen, bieten diese künstlichen Nisthilfen dem Steinkauz wertvolle Ersatzlebensräume.

Lebensräume erhalten und fördern

Langfristig hängt der Schutz des Steinkauzes von der Bewahrung einer vielfältig strukturierten Kulturlandschaft ab. Dazu gehören beweidete Obstwiesen, gepflegte Kopf- und Obstbäume sowie eine extensive Grünlandnutzung. Dank der anhaltenden Zusammenarbeit von Landwirt*innen, Ehrenamtlichen und dem Naturschutzzentrum kann sich der Steinkauzbestand im Kreis Coesfeld bis heute auf einem erfreulich hohen Niveau halten.

Claudia Groneick
Mail an Claudia Groneick

Wer sich einsetzen möchte, dass der kleine Nachtraubvogel weiterhin eine gute Chance zum Überleben hat, kann – in Absprache mit der Ansprechpartnerin des Naturschutzzentrums – einiges dafür tun. Nach einer Einführung und kurzen Schulung warten spannende Aufgaben für die ehrenamtlichen Naturschützer*innen:

  • Beobachtung der Eulen bei abendlichen Spaziergängen
  • Notieren der Aktivitäten
  • Bau von Brutröhren
  • Kommunikation mit Landbesitzern
  • Anbringen der Brutröhren an geeigneten Stellen
  • Kontrolle und Reinigung der Brutröhren

Mit etwas handwerklichem Geschick kann man mithilfe unserer Bauanleitung, selbst eine Steinkauzröhre bauen:
Download: Bauanleitung Steinkauzröhre (PDF, 1,3 MB) 

In unserer Werkstatt können wir dank tatkräftiger Unterstützung Steinkauzröhren auf Anfrage herstellen.
Typ: eckig, Lärchenholz, keine Teerpappe, Kontrollöffnung seitlich, mit Marderschutz

Kosten: 60,- EUR
Kontakt: Tel: 02502 - 90 123 10 | Mo. - Fr. 08:00 - 15.30 Uhr
info@naturschutzzentrum-coesfeld.de 

Nistkasten für den Steinkauz mit Kontrollöffnung an der Seite.
Einflugloch am Nistkasten für den Steinkauz.