Mulchbagger für den Moorschutz im Einsatz

Entbuschen für mehr Torfmoose im Venner Moor

Lauter Motorenlärm im Naturschutzgebiet? Im südlichen Bereich des Venner Moors hat das seit Mitte August einen guten Grund: Ein Mulchbagger der Firma Lehnhoff ist im Einsatz. Insgesamt drei torfmoosreiche Torfstiche werden entbuscht. 
Ziel der Maßnahme ist es, wieder offene Moorflächen mit Torfmoos-Wollgras-Gesellschaften zu schaffen. So werden die Torfmoose gefördert – und damit auch die Fähigkeit des Moores, aktiv CO₂ zu speichern und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Für die weitere Entwicklung des Moores sind ausgiebige Regenfälle besonders wichtig – idealerweise über das ganze Jahr verteilt.

Jeder Einsatz geschieht mit Bedacht

Bevor der Bagger an die Arbeit geht, wird das Gelände von Experten nach Kreuzottern abgesucht. Gefundene Tiere werden vorsichtig eingesammelt und vorübergehend in Eimern „geparkt“. Die Fundstellen werden mit Flatterband markiert und vom Mulchbagger nicht befahren, um die Habitate der Kreuzottern zu schützen.
Die Gehölze innerhalb dieser Bereiche werden dennoch bis auf etwa einen Meter heruntergemulcht, um sie nachhaltig zu schädigen. Wurzelstöcke und Pfeifengrasbulte bleiben dabei als wichtige Strukturen für die Kreuzottern erhalten.
Die Entfernung der Gehölze ist für die Moorrevitalisierung entscheidend: Während der Vegetationszeit verdunsten Bäume und Sträucher über ihre Blätter große Mengen wertvollen Wassers.
Nach Abschluss der Arbeiten werden die standorttreuen Kreuzottern wieder genau an den Stellen ausgesetzt, an denen sie gefunden wurden.

Moorschutz bedeutet: Lebensräume schaffen, Wasser im Moor halten und dabei die Arten schützen, die dort zuhause sind.

Die Arbeiten finden in Kooperation mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW statt, die über Sponsoring die Arbeiten finanzieren können.

 

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