Mit Rücke-Mulis im Venner Moor

Endlich Wildnis ohne Zierpflanzen: Dem Rhododendron geht’s an den Kragen

Eine „botanische Altlast“ im Venner Moor dürfte jedem Besucher dort schon aufgefallen sein: Mitten im Gebiet wachsen große Rhododendron-Bestände, die – mit charmanter Blüte – wie ein Fremdkörper in der Moorvegetation erscheinen. Die Relikte einer Baumschule aus den 1990er Jahren werden nun auf möglichst bodenschonende Weise samt Wurzeln entfernt.

Dafür werden tierische Helfer aus der klassischen Holzwirtschaft eingesetzt: Rückepferde, in diesem Fall genauer: Rücke-Mulis. Ausgebildet für diese Arbeit wurden die Maultiere Chippie (13 Jahre) und Uranie (17 Jahre alt) von ihrem Besitzer Jost Bramsche, der die Vierbeiner „auf Stimme“ dirigiert.

Voraussichtlich – und mit etwas Glück – ist das Gespann noch bis Ende September im Venner Moor anzutreffen. Danach wird im bearbeiteten Areal der Natur freier Lauf gelassen, bald werden erste Birkenschößlinge dort wachsen.

Die Arbeiten finden in Kooperation mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW statt, die über Sponsoring die Arbeiten finanzieren können.

 

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