→ Livestream aus dem Schleiereulenkasten
Die Schleiereule – der Nachtvogel mit einem Herz im Gesicht
ist eine auffällige Vertreterin ihrer Art. Sie ist im Vergleich zu anderen heimischen Eulenarten sehr hell und hat ein herzförmig eingerahmtes Gesicht mit schwarzen Augen. Natürlicherweise würde sie in Baum- oder Felshöhlen brüten, die es in der Natur des Kreis Coesfeld nicht gibt. Ihre Brutplätze findet sie deshalb in Gebäuden, besonders in Kirchtürmen oder Scheunen.
Heimatlos geworden
Durch moderne Baumaßnahmen wurden in der nahen Vergangenheit alte Eulenlöcher geschlossen oder bei Neubauten nicht eingeplant. Auch Ecken und Nischen finden die Schleiereulen in modernen Häusern nicht mehr, die sie zum Brüten nutzen könnten. Folglich mangelt es an potentiellen Brutplätzen.
Praktische Hilfe für den Nachwuchs
Nistkästen direkt hinter alten oder neu angelegten Eulenlöchern helfen den Schleiereulen. Der Kasten nimmt nicht viel Platz ein und beschränkt den Aktionsradius der Eule, sodass keine Verschmutzung des Dachbodens erfolgt. Die meisten Kästen werden zeitnah angenommen und die Eulen finden auch außerhalb der Brutsaison in ihnen einen sicheren und gern aufgesuchten Schlafplatz. -> Nistkästen können übrigens im NZ auf Bestellung erworben werden!
Kurzer Steckbrief der Schleiereule
Größe: 33 – 35 cm
Flügelspannweite: 85 – 95 cm
Gewicht: 300 – 400 g
Brutverhalten: das Weibchen legt im Abstand von jeweils zwei Tagen insgesamt zwischen drei und zwölf Eier. Nach 30 Tagen schlüpfen die Jungvögel entsprechend der Legeabstände.



