Erfreuliche erste Ergebnisse

Erfreuliche erste Ergebnisse der Bechsteinfledermaus-Untersuchung in den Baumbergen

 

Die Baumberge beheimaten mit mehr als tausend Tieren einen national bedeutenden Bestand der europaweit seltenen Bechsteinfledermaus. Ausgehend von einem ihrer landesweit größten Winterquartiere, einem aufgegebenen Steinbruch in der Gemeinde Rosendahl im Norden des Kreises Coesfeld, wurden jetzt 13 Bechsteinfledermaus-Weibchen mit kleinen Telemetrie-Sendern versehen. Wie erhofft flogen die Tiere bei der milden Witterung noch mal zurück in ihre Sommerquartiere. Durch die Verfolgung der telemetrierten Tiere konnten zahlreiche bisher nicht bekannte Wochenstuben gefunden werden, in denen sich die Bechsteinfledermaus-Weibchen den Sommer über fortgepflanzt haben. Einige der besenderten Tiere flogen sogar in die benachbarten Kreise Steinfurt und Borken. Durch die Telemetrie lassen sich sogar die Höhlenbäume finden, die für die Aufzucht der Jungtiere von größter Bedeutung sind. 

Der Schutz der Bechsteinfledermaus in den Laubwäldern der Baumberge ist ein wichtiges Anliegen des Naturschutzes. Die Art gilt als eine so genannte Verantwortungsart, etwa ein Viertel des weltweiten Bestandes lebt in Deutschland.

Die Art benötigt naturnahe Laubwälder mit einem großen Angebot an Höhlen, wobei alte Spechthöhlen besonders gerne aufgesucht werden. In den nächsten Wochen werden die Bechsteinfledermäuse dann endgültig in ihr Winterquartier bei Rosendahl zurückkehren, um dort ihren mehrmonatigen Winterschlaf zu halten. 

Die Untersuchungen erfolgten in enger Zusammenarbeit durch das Fachbüro Echolot und dem Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld. Die Untersuchung wird im Rahmen der Förderrichtlinien Naturschutz (FöNa) mit Mitteln des Landes und des Bundes über die Bezirksregierung Münster gefördert und im Jahr 2027 fortgesetzt.

Bechsteinfledermaus © Matthias Olthoff
Bechsteinfledermaus © Matthias Olthoff