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Das Naturschutzgebiet Venner Moor liegt in der Gemeinde Senden (Kreis Coesfeld), 12 km südwestlich der Stadt Münster. Das Venner Moor entwickelte sich einst zu einem rund 160 Hektar großen Hochmoor mit bis zu vier Meter mächtigen Torfablagerungen. Entwässerungen und Torfabbau führten zu einem Verschwinden des wachsenden Moores. Das Gebiet wird heute von zwergstrauchreichen Birkenwäldern mit Kiefer geprägt.

Regeneration und Pflege
Das Venner Moor wird vom Regionalforstamt Münsterland und vom Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. betreut. Mitte der 1970er Jahre wurden die Torfstiche entlang der Wanderwege im Westen durch Schließung von Entwässerungsgräben wieder vernässt. Seitdem beginnt das Moor an einigen Stellen erneut zu wachsen. Bedeutende Bereiche wie die Heidefläche werden regelmäßig vom Regionalforstamt Münsterland freigestellt, um auf volle Besonnung angewiesene Lebensräume mit ihren charakteristischen Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.

Kartierungen
Im Frühjahr 2010 hat das Naturschutzzentrum eine Brutvogelkartierung durchgeführt. Im Venner Moor kommen unter anderem der Turteltaube, Baumpieper, Zwergtaucher und die scheue Krickente vor. Im Frühjahr und Spätsommer 2011 fanden außerdem Kartierungen zur Kreuzotter statt. Diese Jahreszeiten eignen sich am besten, da die Schlangen ihre traditionellen Sonnenplätze aufsuchen. Ziel der Kartierung ist es, die ungefähre Anzahl der noch im Venner Moor lebenden Tiere zu ermitteln und ein Artenschutzkonzept für die Kreuzotter zu entwickeln.

Öffentlichkeitsarbeit
In jedem Jahr organisiert das Naturschutzzentrum eine Veranstaltungsreihe im Venner Moor. Die von verschiedenen Fachleuten geleiteten, über das ganze Jahr verteilten Führungen vermitteln ungeahnte Einblicke in die Welt der Vögel, Libellen, Spinnen, Fledermäuse, Pflanzen und Pilze sowie in die Entwicklungsgeschichte des Moores. Darüber hat das Naturschutzzentrum ein » Faltblatt erstellt und eine Infotafel, die an den Eingangsbereichen des Naturschutzgebietes zu sehen ist.

Anlage eines Bohlenweges
In Zusammenarbeit mit dem Regionalforstamt Münsterland wurde im Sommer 2010 ein 300 Meter langer Bohlenweg entlang der zentralen Torfstiche im Westen verlegt. Der Bohlenweg dient der Besucherlenkung und damit dem Schutz der Hochmoorrestfläche.