Aktuelles



Exkursionsprogramm BaumbergeRegion 2017



Das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld bietet in Kooperation mit dem Biologischen Zentrum Kreis Coesfeld und dem NABU Coesfeld ein neues Vortrags- und Exkursionsprogramm mit Schwerpunkt „Lebensräume, Schutzgebiete, Tiere und Pflanzen“ der Baumbergeregion an (insgesamt 21 Veranstaltungen, drei Vorträge und 18 Exkursionen).

Neben bewährten Ausflügen in nahe gelegene Naturschutzgebiete, zu den Steinkäuzen, Feuersalamandern oder den seltenen Laubfröschen stehen dieses Jahr auch neue Themen u.a. zum Wildnisgebietskonzept des Landes NRW auf dem Programm.

Der Exkursionsflyer ist » hier als Download erhältlich.




Arbeitsschwerpunkte 2015/2016


Wie in jedem Jahr haben wir auf unseren Sitzungen über unsere Arbeit berichtet.
Vielleicht ist das Eine oder Andere auch für Sie interessant?

Eine Zusammenfassung finden Sie hier!

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.




Fotokalender "natur-erleben im kreis coesfeld 2017





Seit 2002 setzt sich das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. für die vielfältige Münsterländer Parklandschaft mit ihren charakteristischen Tier- und Pflanzenarten ein.

Im Rahmen des Ausgleichsflächenmanagement hat die WBC seit 2005 über 80 Hektar Flächen im Kreisgebiet erworben und ökologisch aufgewertet. Staunasse Ackerflächen konnten so in extensives Grünland oder in Feuchtgebiete umgewandelt und Gewässerbereiche renaturiert werden.

Das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. und die WBC haben für das Jahr 2017 einen gemeinsamen Kalender herausgebracht, der die positive Entwicklung der Natur und Artenvielfalt im Kreis Coesfeld mit herausragenden Bildern abbildet. Die Aufnahmen stammen alle aus den Schutzgebieten im Kreisgebiet bzw. von ökologisch aufgewerteten Flächen im Ökokonto der WBC.


Der Fotokalender kann für 5 Euro bei nachfolgend aufgeführten Einrichtungen erworben werden:

Alter Hof Schoppmann, Hofcafé (Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld), Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH, Biologisches Zentrum Lüdinghausen




Der Biber zu Gast auf dem Alten Hof Schoppmann


Ausstellung „Lebendige Gewässer“ im Naturschutzzentrum des Kreises Coesfeld

Vom 9. Oktober bis zum 9. November können Sie täglich die neue Ausstellung „Lebendige Gewässer“ der Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA) und des NRW-Umweltministeriums hier bei uns im Naturschutzzentrum besuchen.

Die Wanderausstellung, die im Rahmen des vom Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld koordinierten Regionale 2016-Projektes WasserWegeSTEVER ausgeliehen werden konnte, zeigt nicht nur Exponate wie den Biber oder den Eisvogel, sondern macht vor allem auch auf die Bedeutung eines nachhaltigen Gewässerschutzes aufmerksam. Sie vermittelt Informationen, weckt Emotionen und möchte so das Bewusstsein für unsere heimischen Gewässer stärken und die Handlungsbereitschaft für mehr naturnahe, „lebendige“ Gewässer fördern.

Mit eindrucksvollen Bildern, Modellen, Filmen und interaktiven Lernstationen wendet sie sich an ein breites Publikum und ist sowohl für Erwachsene als auch für Familien mit Kindern geeignet.

Die Ausstellung ist täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!




6. Baumberger Apfelfest am "Alten Hof Schoppmann"


Köstliches und Kreatives für die ganze Familie

Bereits zum sechsten Mal steht beim Baumberger Apfelfest der Apfel für einen Tag lang im Mittelpunkt. Am Sonntag, den 2. Oktober dreht sich in der Zeit von 11 bis 17 Uhr am Alten Hof Schoppmann in Darup alles um die leckere und vielseitige Frucht und den gesamten Lebensraum Obstwiese.

Das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e. V. hat die Mobile Saftpresse auf den Hof Schoppmann bestellt, um zur Verwertung des heimischen Obstes anzuregen. Bereits jetzt haben viele Obstbesitzer einen Termin für die Versaftung ihrer Früchte reserviert.

Hinweis: Auf Grund der großen Nachfrage, können aktuell leider keine weiteren Anmeldungen mehr entgegen genommen werden.

Aber trotzdem lohnt sich das Kommen!

Das Naturschutzzentrum bietet fachliche Beratung zum Schnitt und Pflanzung von Obstbäumen an und rund 50 Obstsorten stehen in einer Ausstellung zum Kennenlernen bereit. In unserer Werkstatt sind Pläne und das Material für Meisenkästen für emsige Baumeister bereits vorbereitet. Die Rollende Waldschule ist wieder mit zahlreichen Tierpräparaten auf dem Hof, Imker geben Auskunft rund um die Honigbiene, ein Korbflechter zeigt sein Handwerk, eine Steinmetzin bietet Sandsteinbearbeitung an und mit einer Handsaftpresse können besonders Kinder nachvollziehen, wie man Äpfeln köstlichen Saft entlockt. Ein Hof-Quiz sowie weitere Aktionen für Kinder und Familien lassen einen ereignisreichen Tag erwarten!

Auch für Ihr leibliches Wohl ist gesorgt: Das Hofcafé lädt mit Apfel- und Reibekuchen sowie einem Würstchenstand zum Verweilen ein. Der Verein Interkulturelle Begegnungsprojekte e.V. (IBP) hält an seinem Marktstand das bewährte Sortiment an Wein, Fleisch- und Wurstwaren und natürlich auch Apfelsaft bereit. Außerdem bietet er frisches heimisches Obst und Gemüse, sowie einen kleinen Flohmarkt an.

Datum: Sonntag, 2. Oktober 2016
Uhrzeit: 11:00 – 17:00 Uhr
Veranstalter: Alter Hof Schoppmann gGmbH
Informationen: Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. ( Tel.: 02502/90123-10)

Kontakt:
Birgit Stephan
Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V.
Am Hagenbach 11
48301 Nottuln
Tel.: 02502-90143-80
info@naturschutzzentrum-coesfeld.de




"Berührt von der Natur"- Fotocollagen Sylvia Trau


" Ich bin berührt von der Natur, von Ihrer vielfältigen Erscheinung, was könnte ich Schöneres schaffen!"

Unter dem Titel "Berührt von der Natur" zeigt Frau Trau in der Zeit vom 26.08. bis zum 02.10.2016 großformatige Fotocollagen, darunter Leuchtbilder, Zeichnungen, Drahtarbeiten und Teile ihrer „Sammlung“.

Auch einige unserer heimischen Tierarten wie der Steinkauz oder der Kranich werden so ganz neu und eindrucksvoll in den Focus gerückt.

Der Eintritt ist frei.

Sie sind herzlich zur Ausstellungseröffnung am 26.08.2016 um 18:00 Uhr auf den Alten Hof Schoppmann, Am Hagenbach 11 in 48301 Nottuln-Darup eingeladen!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch !


Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V.
Ansprechpartnerin:
Birgit Stephan
Telefon: 02502-9014383
E.-Mail: birgit.stephan@naturschutzzentrum-coesfeld.de




Arbeitseinsatz an Blänken im Letter Bruch


Im Naturschutzgebiet Letter Bruch erfolgte am 29.06. an mehreren Kleingewässern eine Freistellung von Gehölzen. Diese Pflegemaßnahme ist nötig, damit die Gewässerufer auch in Zukunft als Lebensraum für Arten wie den Großen Brachvogel erhalten bleiben. Angelegt worden waren die Gewässer als Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen des Flächenpools der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH. Die Pflegearbeiten erfolgten unter fachlicher Begleitung des Naturschutzzentrums in Kooperation mit Mitarbeitern der Alter Hof Schoppmann gGmbH.




Einladung Filmpremiere "Moore in Westfalen"


Liebe Naturinteressierte,

hiermit möchten wir Sie und Ihre Freunde im Namen des LWL-Medienzentrums für Westfalen und des LWL-Museumsamtes für Westfalen zur FilmpremiereMoore in Westfalen“ herzlich einladen.
Die Premiere findet am Donnerstag, den 30. Juni 2016 um 18 Uhr auf dem Alten Hof Schoppmann in Nottuln-Darup statt (siehe auch Einladungskarte) Die Veranstaltung wird inklusiv der Filmvorführung gut eine Stunde dauern. Falls sie möchten, haben Sie im Anschluss Gelegenheit, mit uns über den Film und die heimischen Moore ins Gespräch zu kommen.

Vor der Premiere, haben Sie Gelegenheit, die neue Wanderausstellung des LWL „Mein Grünes Land“ hier im Hause zu besuchen:

Mein grünes Land. Kulturlandschaften des westlichen Münsterlandes im Aufbruch.
Eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen in Kooperation mit der Regionale 2016
29. Mai bis 17. Juli

Geöffnet: täglich von 10 bis 18 Uhr.
Eintritt: frei


Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Weitere Informationen und eine Begleitbroschüre zum Film finden Sie auf den Seiten des LWL unter:
https://www.lwl.org/lwl-medienzentrum-shop/index.php?page=product&info=279




"Mein grünes Land" Ausstellungseröffnung


Rund 90 Besucher fanden sich zur Eröffnungsveranstaltung der neuen Wanderausstellung des LWL auf dem Alten Hof Schoppmann ein.

Foto oben (von links nach rechts): Paul Leufke (stellvertretender Bürgermeister Gemeinde Nottuln), Uta Schneider (Geschäftsführerin der Regionale 2016 Agentur), Dr. Christian Schulze Pellengahr (Landrat des Kreises Coesfeld), Frau Dorothee Feller (Regierungsvizepräsidentin Bezirksregierung Münster), Gertrud Welper (Stellv. Vorsitzende der LWL-Landschaftsversammlung), Dr. Ulrike Gilhaus (Leiterin LWL-Museumsamt für Westfalen), Thomas Zimmermann (Geschäftsführer der Alter Hof Schoppmann gGmbH), Frank Jäckel (Geschäftsführer der Alter Hof Schoppmann gGmbH).
Mein Grünes Land. Kulturlandschaften des westlichen Münsterlandes im Aufbruch
Eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen in Kooperation mit der Regionale 2016
29. Mai bis 17. Juli
Alter Hof Schoppmann, Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V.
Am Hagenbach 11 in 48301 Nottuln-Darup
Geöffnet: täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die sanfte grüne Landschaft des westlichen Münsterlandes prägt bis heute Außenwahrnehmung und Selbstbild der Region: Wiesen und Wälder, Äcker und kleine Waldflächen sowie großzügige Hofanlagen und gepflegte Kleinstädte. Doch diese Parklandschaft wandelt sich. Intensivierung der Landwirtschaft, Rückgang der Artenvielfalt, Klimawandel und Energiewende sind die Probleme.
Im Fokus der Kritik stehen die vielen Maisfelder, die intensive Schweinezucht, aber auch die zunehmenden Biogasanlagen und Windräder. "Die Region steht vor großen Herausforderungen und braucht ein neues, nachhaltiges Leitbild, das Bewährtes und Innovatives verbindet.

Den Garten Eden gab es im Münsterland auch in 'der guten alten Zeit' nicht", sagt Ausstellungsmacherin Dr. Ulrike Gilhaus, Leiterin des LWL-Museumsamtes für Westfalen. "Immer haben Menschen ihre Umwelt genutzt, oft genug auch zerstört. Die Moore sind nur ein Bespiel von vielen", so Gilhaus weiter. Die Eingriffe von damals seien die Herausforderungen von heute und morgen.

Die Ausstellung wolle helfen, eine breite Diskussion über die Fragen zu führen: Wie wollen wir zukünftig leben? Welche Wege haben sich als tragfähig erwiesen, und wo müssen wir umsteuern?

Die Ausstellung bietet Multituchmonitoren mit Filmen sowie Hörstationen und arbeitet mit einem ganz frischen Disign. Sie kombiniert Geschichte und Zukunft und will Menschen mit ganz unterschiedlichen Interessen für ihre Heimatregion im westlichen Münsterland interessieren, so Gilhaus.
Weitere Informationen sowie nachfolgende Stationen der Wanderausstellung auch unter:
https://www.lwl.org/LWL/Kultur/Museumsamt/serviceleistungen/ausstellungen/mein-gruenes-land

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!






Ausstellung auf dem Hof Schoppmann


Ausstellung vom LWL „Mein Grünes Land“ auf dem Alten Hof Schoppmann
„Kulturlandschaften des Westmünsterlandes im Aufbruch“

Die sanfte grüne Landschaft des westlichen Münsterlandes prägt bis heute Außenwahrnehmung und Selbstbild der Region. Doch der Wandel dieser attraktiven Parklandschaft ist nicht zu leugnen. Zunehmende Flächenkonkurrenz, Intensivierung der Landwirtschaft, Rückgang der Artenvielfalt, Klimawandel und Energiewende beschreiben stichwortartig die Probleme. Die Region steht vor großen Herausforderungen und braucht ein neues, nachhaltiges Leitbild, das Bewährtes und Innovatives verbindet.
Die Regionale 2016 will mit ihren Partnern modellhafte Lösungen für zentrale Zukunftsfragen der Region entwickeln. Das LWL-Museumsamt für Westfalen gibt in der Ausstellung „Mein grünes Land“ einen Überblick über die historische Entwicklung dieser Kulturlandschaft und stellt wichtige raumbezogene Ziele und Handlungsfelder der Regionale 2016 vor.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 29. Mai 2016, um 11.30 Uhr auf dem Alten Hof Schoppmann (im Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld) eröffnet. Sie ist dort bis zum 17.7.2016 zu sehen - täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.






Bärbel Höhn informiert sich über Westfalens Wilden


Die Abgeordnete des Bundestages für die Partei „Bündnis 90/Die Grünen“, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und ehemalige NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn informierte sich an der Biologischen Station Kreis Recklinghausen über den ehemaligen Truppenübungsplatz Haltern. Mitarbeiter der drei Biologischen Stationen (Biologische Station Kreis Recklinghausen, Naturschutzzentrum Coesfeld, Biologische Station Zwillbrock) erläuterten ihr Projekt "Westfalens Wilder Westen" mit dem sie die hohe Arten- und Lebensraumvielfalt des ehemaligen Truppenübungsplatzes erhalten wollen. Mittlerweile sind etwa 2/3 des Gebietes nach Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages vom 17.6.2015 als Nationales Naturerbe ausgewiesen worden. Damit sind sie als dauerhafte Naturschutzfläche gesichert. Die Flächen des Nationalen Naturerbes werden aller Voraussicht nach der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) übertragen, die bereits viele Naturerbeflächen im Osten der Bundesrepublik verwaltet. In ihrer Funktion als Kuratoriumsmitglied der DBU ist Frau Höhn besonders über Naturerbeflächen in Nordrhein-Westfalen erfreut. Im Gegensatz zum Osten der Bundesrepublik gibt es in Nordrhein-Westfalen Biologische Stationen, die als professionelle Naturschutzeinrichtungen Gebietsbetreuung betreiben. Frau Höhn und die Vertreter der Biologischen Stationen waren sich darüber einig, dass für den Erhalt und die Entwicklung des wertvollen Naturerbes im Münsterland die Zusammenarbeit von DBU und den seit vielen Jahren in den Gebieten arbeitenden Biologischen Stationen ein Gewinn sein wird.




Verwaister Uhu-Brutplatz in Dülmen-Rödder


Seit 2009 hat ein Uhu jährlich in einer gezimmerten Holzkiste, hoch oben in einem Trafohaus, seine Eier gelegt und insgesamt 21 Küken ausgebrütet. Die künstliche Nisthilfe wurde erforderlich, da er in den Jahren davor immer durch äußere Einflüsse den Brutplatz wechseln musste. Zuletzt hatte der Uhu 2008 auf einem Förderband in einer Ziegelfabrik gebrütet.

Auch in diesem Jahr sah es so aus, dass das Paar wieder Junge haben wird. Bereits am 26.02.16 saß das Weibchen wieder in der Brutkiste und hatte die typische Brutstellung eingenommen. Bei einer weiteren Kontrolle - immer im sicheren Abstand zur Brut und durch Beobachtungen über ein Spektiv- am 19.03.16 schien alles normal zu sein und das Weibchen saß brütend auf den Eiern. Der Schreck kam am 24.03.16, als die Brutkiste leer war. Es ist zwar nicht ungewöhnlich, dass das Weibchen kurze Brutpausen einlegt, aber auch nach 30 Min Beobachtung blieb die Kiste leer. Einige Tage später war es offensichtlich, dass der Uhu seine Brut aufgegeben hat. Auf dem Boden der Kiste lagen 3 erkaltete Eier.

ZUR SACHE
Das Uhu-Weibchen legt je nach Wetterlage im Februar oder Anfang März ein bis vier Eier. Selten auch mal fünf. Nun muss es 34 Tage brüten, bis die ersten Jungen schlüpfen. Während dieser Zeit wird es vom Männchen mit Nahrung versorgt und es wird zum Teil ein Beutedepot am Brutplatz angelegt.

FAZIT
In der Brutkiste waren keine Spuren von Beutetieren und es lässt darauf schließen, dass das Weibchen mehrere Tage nicht mehr versorgt wurde, und, um nicht zu verhungern, selbst auf die Jagd ging. In dieser Phase liegen die Eier oft längere Zeit ungeschützt im Nest, erkalten und die Brut stirbt ab.
Warum das Männchen das Weibchen nicht weiter versorgt hat, ist ungewiss. Vermutlich ist es selber zu Schaden gekommen.

Franz Rolf
NABU Kreisverband Coesfeld
AG Eulenschutz
franz.rolf@nabu-coesfeld.de




Große Nachfrage bei naturkundlicher Wanderung


Etwa 120 Interessierte nahmen am Samstag, 19. März 2016 am naturkundlichen Spaziergang im Venner Moor teil. Michael Elmer von der NABU-Naturschutzstation Münsterland und Kerstin Wittjen vom Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld gaben einen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt, Geschichte und heutige Situation des ehemaligen Hochmoores. Zudem stellten sie die Maßnahmen vor, die im Rahmen des Projektes „Fit für den Klimawandel“ im Venner Moor zur Unterstützung des Gebietes durchgeführt werden. Aufgrund der großen Nachfrage musste die Exkursion in zwei Gruppen unterteilt werden.

Moore sind besondere Lebensräume mit besonderen Tieren und Pflanzen. Zudem leisten sie als Wasser- und Kohlenstoffspeicher einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. In entwässerten Mooren wird der im Torf gespeicherte Kohlenstoff jedoch abgebaut und an die Atmosphäre abgegeben.
Weitere Information sind unter www.fit-fuer-den-klimawandel.de zu finden.




Ortsumgehung : Zäune stoppen Erdkröten - Nottuln .


Nottuln - Rund um den Bagnoteich ist ein Amphibienzaun aufgestellt worden, ein weiterer steht im Norden des Gewässers. Die Zäune halten die Erdkröten davon ab, im Teich zu laichen. Rund um den Bagnoteich hat der Landesbetrieb Straßen NRW Amphibienzäune aufgestellt. Weil das Gewässer nicht mehr zur Verfügung steht, sollen die Erdkröten eingesammelt
und an andere Stellen gebracht werden.
Von Frank Vogel


Der Landesbetrieb Straßen NRW hat – wie angekündigt – am vergangenen Wochenende Amphibienzäune errichtet, mit dem die bald auf Wanderung gehenden Erdkröten abgefangen werden sollen. Ihr Ziel, der Bagnoteich, steht ihnen jetzt während der Bauarbeiten zur Umgehungsstraße – das Gewässer wird in den nächsten Tagen erneut abgepumpt – und auch nach Fertigstellung der Straße als Laichgewässer nicht mehr zur Verfügung. Deshalb müssen die Tiere, die seit vielen Jahren dorthin kommen, an andere Stellen gebracht und gewöhnt werden.
Im Baustellenbereich sind zwei Zäune aufgestellt worden, einer direkt um den Teich herum, ein weiterer im Norden davon. Die Kröten werden auf ihrem Weg von dem Zaun gestoppt und kriechen an diesem entlang, um einen Durchschlupf zu finden. Dabei fallen sie in Eimer, die alle 20 Meter in die Erde eingelassen worden sind. „Das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld schickt jeden Morgen die Mitarbeiter des Hofes Schoppmann vorbei, um die Amphibien einzusammeln und im Nonnenbachtalbereich in den Röhricht zu setzen“, erklärt Brigitte Schlottbohm, Dipl.-Ingenieurin für Landschaftspflege beim Landesbetrieb. Die Erdkrötensammler werden einiges zu tun bekommen. „Im vergangenen Jahr sind 1200 Erdkröten gezählt worden.“

Ortsumgehung : Zäune stoppen Erdkröten - Nottuln ... http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Nottuln/2281604-Ortsumgehung-Zae... 01.03.2016




Exkursionsprogramm Venner Moor


Wie in jedem Jahr, ausgewähltes „Exkursionsangebot 2016" im Venner Moor bei Senden.




Exkursionsprogramm Schlösserachse


Erleben Sie die Natur-und Kulturlandschaft in der Schlösserachse Nordkirchen & Westerwinkel.
Schauen Sie mal ins Exkursionsprogramm 2016; vielleicht ist das Eine oder Andere für Sie dabei.




Naturschutzzentrum auf dem Alten Hof Schoppmann


Das Faltblatt mit Informationen zum Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld im "neuen Gewand" zum herunterladen!




Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen


Landwirte sind von jeher Gestalter und Bewahrer unserer münsterländischen Kulturlandschaft. Nur zusammen mit der Landwirtschaft lassen sich die Pflege der Landschaft und der Erhalt gefährdeter Tier- und Pflanzenarten erreichen. Das Land Nordrhein-Westfalen bietet eine Vielzahl von Fördermaßnahmen an, um die freiwilligen Leistungen der Landwirte für mehr Umwelt- Klima- und Naturschutz zu unterstützen. Fachlich begleitet werden die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten im Kreis Coesfeld von der Kreisverwaltung, der Landwirtschaftskammer Kreisstelle Coesfeld/Recklinghausen und dem Naturschutzzentrum.
Unter Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen versteht man freiwillige Maßnahmen, die Landwirtinnen und Landwirte ergreifen, um Wasser, Boden oder Klima zu schützen und die Kulturlandschaft zu pflegen. Beispiele sind der ökologische Anbau, die Anlage von Uferrandstreifen sowie die Anlage von Ackerblühstreifen.
Der auf dem Grundgedanken der Kooperation basierende Vertragsnaturschutz dient der Umsetzung von Naturschutzzielen und leistet damit einen grundlegenden Beitrag zur Erhaltung einer strukturell vielfältigen und artenreichen Kulturlandschaft.
Eine aktuelle erschienene Broschüre gibt eine Übersicht über die im Kreis Coesfeld angebotenen Maßnahmen – einschließlich der jeweils zuständigen Stellen, die jedem interessierten Mitstreiter gern Auskunft erteilen und Fragen beantworten. Die Broschüre können Sie hier herunterladen.




Wechsel im Vorstand


Nach über 20 Jahren gibt es einen Wechsel im Vorstand des Naturschutzzentrums. Der Gründungsvorsitzende Ludger Streyl sowie sein Vorstandskollege Georg Lasogga übergaben in der Delegiertenversammlung am 11.02.2016 ihre Ämter an die neu gewählten Vorstandsmitglieder Benedikt Selhorst (1. Vorsitzender) und Dr. Thomas Wenning (Stellvertreter). Manfred Jung, ebenfalls seit der Vereinsgründung im Vorstand aktiv, bringt mit seiner Wiederwahl auch zukünftig seine langjährige Erfahrung in die Vorstandsarbeit ein.
Landrat Dr. Christian Schulze-Pellengahr dankte in seinen Grußworten den scheidenden Vorstandsmitgliedern für ihre Verdienste rund um die Gründung und die erfolgreiche Arbeit des Naturschutzzentrums im Kreis Coesfeld. Er unterstrich hierbei die Bedeutung des kooperativen Ansatzes in der Naturschutzarbeit.
Auch in der Delegiertenversammlung sowie im Kuratorium gibt es nun einige neue Gesichter. Mit dem bisherigen stellvertretenden Kuratoriumssprecher Anton Holz schied ein verdienter Mitstreiter für die Arbeit des Naturschutzzentrums aus. Kuratoriumssprecherin Sieglinde Beerhorst unterstrich, dass er immer ein Garant dafür war, dass alle Interessengruppen im Verein sachlich und im Sinne der Ziele einer erfolgreichen Naturschutzarbeit miteinander handelten.




Moore - Schwämme in der Landschaft




„Venner Moor“ in der Winterausgabe Davert Depesche+

Moore sind natürliche Schwämme in der Landschaft - die Winterausgabe der Davert Depesche+ stellt diesen faszinierenden Lebensraum vor. Dabei steht vor allem das Naturschutz- und FFH-Gebiet "Venner Moor" im Mittelpunkt mit einem Bericht aus Zeiten des Torfabbaus und einem Interview mit dem zuständigen Revierförster. Die neue Ausgabe der NABU-Naturschutzstation Münsterland wurde in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld erstellt.

Die Davert Depesche+ liegt an zahlreichen Stellen im Süden von Münster aus und ist kostenlos. Außerdem kann sie hier heruntergeladen werden (download, 1,3 MB). Viel Spaß beim Lesen!




Ausstellung "Boden des Jahres"




Fruchtbarer Boden ist die Lebensgrundlage für Menschen, Pflanzen und Tiere. Fast alle Nahrungsmittel des Menschen sind vom Boden abhängig. Das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. stellt vom 17.11. bis zum 26.11.2015 im Rahmen des Veranstaltungsprogrammes des Alten Hofes Schoppmann die Bedeutung des Bodens in den Vordergrund. Im Torhaus zeigt es die Wanderausstellung des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen „Boden des Jahres – Stauwasserboden“.

Sechs große Bildwände beleuchten den Boden des Jahres sowie Aspekte des Bodens allgemein. Welche Eigenschaften besitzt der Stauwasserboden? Wie kann er genutzt werden? Einblicke in das reichhaltige Bodenleben, in die Vielfalt der Funktionen von Böden sowie Tipps zu Bodenerlebnissen in NRW geben Anlass, über diese wertvolle Ressource nachzudenken. Denn das Bewusstsein für Böden gilt es in der Bevölkerung zu fördern. www.gd.nrw.de

Das Naturschutzzentrum bietet interessierten Gruppen zusätzlich eine dreistündige Lerneinheit zur Bodenentstehung und zum Bodenschutz an. Dabei können auch verschiedene Böden und Gesteine erfühlt werden. Interessierte können sich unter 02502/9012310 anmelden, die Termine sind flexibel. Das Angebot richtet sich auch an Schulklassen und ist für unterschiedliche Altersgruppen geeignet.

Die Ausstellung kann an Werktagen von 9 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung besucht werden.




Fotokalender "natur erleben im kreis Coesfeld"


Ein gemeinsamer Fotokalender des Naturschutzzentrums Kreis Coesfeld e.V. und der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) für das Jahr 2016 liegt nun vor.

Das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. und die WBC haben den gemeinsamen Kalender herausgebracht, um die positive Entwicklung der Natur und Artenvielfalt im Kreis Coesfeld mit herausragenden Bildern widerzuspiegeln. Die Aufnahmen stammen alle aus den Schutzgebieten im Kreisgebiet bzw. den Ausgleichsflächen im Ökokonto der WBC. Der Kalender ist für 5,- EUR bei folgenden Bezugsadressen erhältlich:

- Alter Hof Schoppmann, Hofcafé

- Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH

- Billerbecks Bahnhof

- Biologisches Zentrum Lüdinghausen

- Tourist-Information Senden und natürlich

im Naturschutzzentrum




Baumberger Apfelfest


Baumberger Apfelfest am „Alten Hof Schoppmann“
Köstliches und Kreatives für die ganze Familie

Bereits zum fünften Mal steht beim Baumberger Apfelfest der Apfel für einen Tag lang im Mittelpunkt. Am Sonntag, den 27. September 2015 dreht sich in der Zeit von 11 bis 17 Uhr am „Alten Hof Schoppmann“ in Darup alles um die leckere und vielseitige Frucht und den gesamten Lebensraum Obstwiese.

Das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e. V. hat die Mobile Saftpresse auf den Hof Schoppmann bestellt, um zur Verwertung des heimischen Obstes anzuregen. Aus je 50 kg Äpfeln oder Birnen werden ca. 35 Liter naturtrüber Saft gepresst, der in sterile 5-Liter-Boxen abgefüllt wird. Bereits jetzt haben viele Obstbesitzer einen Termin für die Versaftung ihrer Früchte reserviert, so dass leider keine weiteren Anmeldungen entgegen genommen werden können.

Aber trotzdem lohnt sich das Kommen:

Das Naturschutzzentrum bietet fachliche Beratung zu Obstbäumen an. Wer einen jungen Obstbaum pflanzen möchte, kann 50 Obstsorten in einer Ausstellung kennen lernen.
Franz Rolf hat die Pläne und das Material für Meisenkästen bereits vorbereitet. Er sucht emsige Baumeister, die beim Apfelfest Nistkästen bauen möchten.
Der Verein Interkulturelle Begegnungsprojekte e. V. (IBP) hält an seinem Marktstand das bewährte Sortiment an Wein, Fleisch- und Wurstwaren, Dekorationen und natürlich auch Apfelsaft bereit. Außerdem bietet er frisches heimisches Obst an. Das Naturschutzzentrum bietet einen druckfrischen Jahreskalender 2016 mit beeindruckenden Fotos von Tier- und Pflanzenarten, deren Lebensräume sich in schutzwürdigen Flächen des Kreises Coesfeld befinden.
Mit einer Handsaftpresse können besonders Kinder nachvollziehen, wie man Äpfeln köstlichen Saft entlockt. Außerdem können sie appetitliche Apfelspiralen selber herstellen und vor Ort verspeisen. Kreative Besucher des Apfelfestes sind eingeladen, Recycling-Papiertaschen mit Apfel-Stempeln bunt zu bedrucken. Mandalas mit Obstmotiven liegen ebenfalls zum Gestalten bereit. Ein Hof-Quiz wartet darauf, gelöst zu werden.

Das Hofcafé des IBP lädt mit Apfelkuchen und anderen Leckereien zum Verweilen ein.




Minister Remmel auf dem Alten Hof Schoppmann


Hoher Besuch in Nottuln-Darup
Umweltminister Remmel weiht den "Alten Hof Schoppmann" ein
Am 04.09.2015 hat der Minister im Beisein vieler Gäste das im Rahmen der Regionale 2016 geförderte Projekt "Natur- Informations- und Bildungszentrum Alter Hof Schoppmann" in Nottuln-Darup eingeweiht.

Hier geht es zum Video




Neues Webportal und App rund um die Natur


Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. stellt spannendes und innovatives Angebot vor
Naturliebhaber können die Besonderheiten der Schutzgebiete von europäischer Bedeutung - NATURA 2000-Gebiete - sowie die Naturschutzgebiete und alle Themen rund um die Natur mit moderner Unterstützung entdecken. Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke war am 20. August dabei, als das Projekt „FFH-Identitäten vernetzen - Westfälisches Naturerbe kennen und erleben“ offiziell „ans Netz“ ging.
Die Bezirksregierung Münster förderte dieses innovative Naturtourismus-Projekt. Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW hat die Umsetzung mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Projektpartner des Naturschutzzentrums waren die EFTAS Fernerkundung Technologietransfer GmbH, die NLU-Projektgesellschaft und das Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster. Gemeinsam hatten sie im Jahr 2012 erfolgreich am Landeswettbewerb im Rahmen des Ziel2.NRW-Programms - Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung - teilgenommen.
In den letzten drei Jahren der Projektumsetzung haben die Projektpartner ein umfangreiches Webportal aufgebaut, das allen Besuchern, Touristen und Naturliebhabern nun eine komfortable Ausflugsplanung für Wander- und Radrouten vom heimischen Computer aus bietet. Das GPS-gestützte Navigations- und Informationssystem mit dem Namen ERLEBNIS NATURERBE erreichen Sie unter www.erlebnis-naturerbe.de.
Doch so spannend das „surfen“ im Netz durch die vielfältigen Informationen rund um die Natur des Kreises auch sein kann, soll das Projekt vor allem möglichst viele Menschen dazu anregen, die Natur direkt vor Ort zu entdecken.
Hierfür wurden Apps (Google Android, Apple iOS, Windows Phone) entwickelt, die eine GPS- gestützte online- oder offline-Navigation ermöglichen. Mit der neuen App können alle Informationen, die im Webportal zu finden sind auch per Smartphone direkt vor Ort abgerufen werden.
Wander- und Fahrradrouten werden selbst geplant und unter einem eigenen Benutzerkonto abgespeichert. Für die, die sich lieber ohne eigene Planung auf den Weg machen möchten, stehen bereits zehn ausgearbeitete Highlightrouten zur Verfügung“ - zwei Fahrradrouten und acht Wanderrouten.
Ein Tonsignal weist während einer Wanderung oder Fahrradtour auf alle Besonderheiten hin. Sie erhalten nicht nur Details zu den Schutzgebieten des Kreises, sondern werden auch auf die dort vorkommenden Pflanzen- und Tierarten sowie alles Wissenswerte am Wegesrand hingewiesen. Texte, Audiodateien und Bilder wecken Lust, die Westfälische Landschaft auf diese neue Art kennen zu lernen.
Die Europäische Union schützt gefährdete wildlebende Pflanzen- und Tierarten und ihre natürlichen Lebensräume durch das europaweites Schutzgebietsnetz NATURA-2000. Grundlagen sind die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) aus dem Jahr 1992 und die europäische Vogelschutzrichtlinie. Im Kreis Coesfeld liegen allein 20 dieser besonders schützenswerten Lebensräume wie die Wälder Nordkirchen, die Baumberge, die Berkel, das Venner Moor, Teile des Waldnaturschutzgebietes Davert sowie das Vogelschutzgebiet in der Heubachniederung.




Alter Hof Schoppmann erhält A-Stempel




Donnerstag, 25.06.2015 Textquelle: Homepage der Regionale 2016

„Bewegtes Land“ und „Alter Hof Schoppmann“ sind neue A-Projekte

Die Regionale 2016 im westlichen Münsterland darf sich über zwei neue A-Projekte freuen. Der Lenkungsausschuss zeichnete heute in Hünxe die Vorhaben „Alter Hof Schoppmann“ und „Bewegtes Land – Mobilität in die Fläche bringen“ mit der finalen Wertung aus. Aufgewertet in den B-Status wurden die Projekte „MObile VIElfalt“ und „Naturwertstoffanlage Velen“

Mit den beiden neuen A-Projekten ist deren Zahl auf jetzt 17 gestiegen. „Die Anforderungen an Regionale-Projekte sind hoch und anspruchsvoll. Insofern ist es schön zu sehen, dass zwei weitere gute Ideen im westlichen Münsterland Realität werden. Was hinter den Titeln ,Alter Hof Schoppmann‘ und ,Bewegtes Land‘ steckt, ist auch bereits vor Ort sichtbar“, sagt Uta Schneider, Geschäftsführerin der Regionale 2016 Agentur.

In Nottuln-Darup wird bereits seit einigen Monaten eifrig gebaut. Hof Schoppmann, ein ehemaliger Bauernhof mit Nebengebäuden im Dorfkern, wird zu einem multifunktionalen Anlaufpunkt für das Dorf. Ein Vorhaben für das drei Partner eng zusammenarbeiten: der Interkulturelle Begegnungsprojekte e.V:, das Naturschutzzentrum Kreris Coesfeld e.V. und die Daruper Bürgergenossenschaft. Die laufenden Baumaßnahmen werden finanziert aus dem LEADER-Programm, aus Mitteln der NRW-Stiftung und der Gemeinde Nottuln. Das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld hat bereits seinen neuen Sitz auf Hof Schoppmann bezogen. Zudem sind Räumlichkeiten für ambulant-betreutes Wohnen eingerichtet worden. Mit dem zweiten Bauabschnitt soll unter anderem ein „Dorfsupermarkt“ auf dem Gelände entstehen, um die Nahversorgung in Darup langfristig sicher zu stellen. Hierfür hat sich eine Dorfgenossenschaft gegründet, die an dem Konzept arbeitet. Als weiterer Baustein ist zudem geplant, eine Naturschutzausstellung für Hof Schoppmann zu entwerfen und zu installieren.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Der A-Status der Regionale 2016 ist weitere Bestätigung für die Arbeit und das Engagement, das viele Menschen in den vergangenen Jahren für den Umbau eingebracht haben. Die vielen Angebote, die auf dem Hofgelände untergebracht und miteinander verbunden werden, machen dieses Projekt so besonders und werden Hof Schoppmann zu einem Treff- und Mittelpunkt in Darup machen“, erklären Martin Althoff (Geschäftsführer IBP Interkulturelle Begegnungsprojekte e.V.) und Thomas Zimmermann (Geschäftsführer Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V.).

http://www.regionale2016.de/de/start/nachricht/artikel/bewegtes-land-und-alter-hof-schoppmann-sind-neue-a-projekte.html




Borkenberge jetzt "Nationales Naturerbe"


Das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld begrüßt die Ausweisung von über 30.000 Hektar ehemaliger Militärflächen als „Nationales Naturerbe“ durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am 17.06.15. Auf diesen bundeseigenen Flächen hat in Zukunft der Naturschutz höchste Priorität.

Zum „Nationalen Naturerbe“ gehören auch große Teile des ehemaligen Truppenübungsplatzes Haltern mit seinen Teilen Borkenberge (1783 Hektar) und Lavesum (390 Hektar).

Das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld hat gemeinsam mit der Biologischen Station Kreis Recklinghausen und der Biologischen Station Zwillbrock das Konzept „Westfalens Wilder Westen“ entwickelt, mit dem die wertvollen Heide- und Moorlebensräume mit ihren seltenen Bewohnern erhalten werden können. Ein wesentlicher Baustein dieses Konzeptes ist die Beweidung mit großen Weidetieren wie Wisent, Rotwild und Wildpferd. Im Rahmen einer naturverträglichen Besucherlenkung sollen die einzigartigen Naturflächen für die Bevölkerung erlebbar gemacht werden.




Neuverpachtung der Nutzflächen im Letter Bruch


Landwirtschaftliche Nutzflächen im „Letter Bruch" werden zum Teil neu verpachtet
Presseinformation

Sprechstunde für Interessenten

Landwirtschaftliche Nutzflächen im „Letter Bruch" werden neu verpachtet

Münster/Kreis Coesfeld. Interessenbekundungen für die Neuverpachtung von rund 19 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche im Naturschutzgebiet "Letter Bruch" nimmt die Bezirksregierung Münster am 21. Mai 2015 entgegen.

Das insgesamt 66 Hektar große Naturschutzgebiet Letter Bruch liegt südlich von Coesfeld nahe der Ortschaft Lette und ist ein Relikt der ehemals ausgedehnten Feuchtwiesengebiete des Kreises Coesfeld. Im Verbund mit dem "Wahlers Venn" und den "Heubachwiesen" stellt es einen wertvollen Lebensraum für die gefährdeten Vogelarten der Feuchtwiesen dar.

Der Letter Bruch hat eine herausragende Funktion im Biotopverbund als Brut- und Nahrungshabitat für charakteristische Wiesenvögel wie den Großen Brachvogel und den Kiebitz. Bereits im Jahr 2008 wurden sechs Blänken unter anderem zum Wohle des Großen Brachvogels angelegt.

Primäres Entwicklungsziel ist weiterhin die Optimierung des Lebensraumes für die Wiesenvögel und die Vegetation des Feucht- und Nassgrünlandes, beispielweise bestehend aus Sumpfdotterblumenwiesen oder Seggenriede, durch weitere Grünlandextensivierung und verstärkte Weidenutzung.

Die Funktionen sind für jede einzelne Fläche je nach ihrer Lage, Feuchte und Ausstattung mit Kleingewässern sehr unterschiedlich. Um die naturschutzfachlichen Belange zu fördern, wurden im Jahr 2015 neue Bewirtschaftungskonzepte erstellt. Die zukünftige Bewirtschaftung der Flächen soll auf der Basis dieser neuen Konzepte erfolgen.

Zur Neuverpachtung der landeseigenen Flächen ab dem
1. November 2015 bieten Bezirksregierung Münster als Flächeneigentümerin, das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. und die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Coesfeld eine Sprechstunde an.

Diese findet statt am

Donnerstag, 21. Mai 2015,
von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr, Raum 201, Kreisverwaltung Coesfeld,
Friedrich-Ebert-Straße 7, 48653 Coesfeld.

Alle interessierten Landwirte können sich dort persönlich über die zur Verpachtung stehenden Flächen und deren Nutzungsauflagen informieren und ihr Interesse für die Pacht von Flächen anmelden. Es werden jedoch keine Termine für die Sprechstunden vergeben.

Die eingegangenen Pachtanfragen werden gesammelt und mit den Bewirtschaftungsanforderungen an die zu verpachtenden Flächen abgeglichen. Kriterien für die Verpachtung der Flächen sind bestehende Erfahrungen bei der Bewirtschaftung landeseigener Flächen mit mehr als fünf Hektar Größe, mit vegetationskundlich bedeutsamen Flächen oder mit sogenannten nassen Standorten.

Weitere Kriterien sind Erfahrungen im Hinblick auf die Bekämpfung von Störzeigern wie der Flatterbinse oder dem Jakobskreuzkraut. Auch bereits vorhandene Erfahrungen bei der Pflege von Sonderbiotopen wie beispielsweise Blänken sowie das Vorhandensein geeigneter Ausrüstung zur Bewirtschaftung nasser Flächen und Gewässerufer sind vorteilhaft. Angestrebt wird eine Beweidung durch Rinder mit zwei oder weniger Stück Vieh pro Hektar. Bei geeigneten Bewerbern wird auch die Entfernung des Betriebes zur Pachtfläche sowie eine eventuelle Zertifizierung zum Biolandwirt berücksichtigt.

Die vom Interessenten geltend gemachten Kriterien sind durch geeignete Belege wie Pachtverträge oder Zertifikate im Rahmen der Interessenbekundung nachzuweisen. Auf dieser Basis werden Verpachtungseinheiten gebildet und Interessenten zur Pacht angeboten. Der Pachtpreis wird sich wie bisher nach dem jeweiligen Bewirtschaftungspaket richten (Festpreis).

Schon vorab stehen Matthias Olthoff vom Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. telefonisch unter 02502/9012310 oder per E-Mail unter matthias.olthoff@naturschutzzentrum-coesfeld.de und Kerstin Bartsch von der Unteren Landschaftsbehörde telefonisch unter 02541/187210 oder per E-Mail unter kerstin.bartsch@kreis-coesfeld.de für Rückfragen zur Neuverpachtung zur Verfügung.
Alle Informationen wurde in einem Merkblatt zusammengefasst.




Die Herkulesstaude – gefährliche Schönheit


Die Herkulesstaude – das Frühlingserwachen läßt die gefährliche Schönheit sprießen

Der Riesenbärenklau, wie die Herkulesstaude auch genannt wird, stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. Er wurde in Deutschland ehemals als botanische Attraktion angesiedelt und hat inzwischen von selbst große Flächen entlang von Gewässern, Bahndämmen, Wegen und Waldrändern erobert. Neben seiner enormen Fähigkeit heimische Pflanzen zu verdrängen, macht ihn besonders seine phototoxische Wirkung zur Problempflanze: Hautkontakte mit der Herkulesstaude können allergische Reaktionen bis hin zu schweren Verbrennungen hervorrufen.

Das Frühjahr ist die günstigste Jahreszeit zur Bekämpfung des „Herkules“!
Noch führt die Pflanze im Kreis Coesfeld ein Schattendasein, doch hat sie sich bereits auch hier mit kleineren Beständen angesiedelt. Um ihre weitere Ausbreitung zu verhindern, richtet das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e. V. den eindringlichen Appell an alle zuständigen Institutionen, Verbände, Grundbesitzer und Betroffene mit vereinten Kräften die Herkulesstaude gezielt zu bekämpfen. Erste Erfolge lassen sich im Kreis Coesfeld durch die Kampagnen der letzten Jahre bereits vermelden. So haben zum Beispiel verschiedene Gemeinden und der Landesbetrieb Straßenbau NRW Bekämpfungsmaßnahmen fest im Programm. Informationen über die Biologie der Pflanze, die fachgerechte Bekämpfung und nötige Vorsichtsmaßnahmen hat das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. in seinem Faltblatt „Herkulesstaude – gefährliche Schönheit am Wegesrand“ zusammengestellt. Weitere Informationen sind auch bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen unter www.pflanzenschutzdienst.de zu finden.




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