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Apfelfest abgesagt

Wegen der geringen Ernteerwartungen haben wir uns entschlossen, das für den 30. September geplante 5. Baumberger Apfelfest ausfallen zu lassen. In 2013 soll das beliebte Fest wieder stattfinden.


Mit Rückepferd "Eddie" im Königreich der Frösche

Am 26. November 2011 fand im Naturschutzgebiet Tongrube Brink, das sich im Eigentum der Nordrhein-Westfalen-Stiftung befindet, eine außergewöhnliche Naturschutzaktion statt. Gebietsbetreuer Rudolf Averkamp (NABU Coesfeld e.V.) und Kerstin Wittjen (Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V.) hatten sich aufgrund der lang anhaltenden trockenen Witterung relativ spontan für diesen Arbeitseinsatz entschlossen.
Die Unterstützung war überwältigend: Die NABU-Familiengruppe und -Kindergruppe unter der Leitung von Antje Kleinschneider sowie weitere Mitglieder des NABU fanden sich am Samstag um 8:30 Uhr im Naturschutzgebiet ein. Rund 25 Erwachsene und Kinder sägten zahlreiche Weidengebüsche in der Tongrube und zogen die kleineren Gehölze auf die drei Meter höher liegende Wiese hinauf.
Die Entbuschung war dringend notwendig, um die Artenschutzgewässer für Amphibien, Insekten und seltene Pflanzen dauerhaft freizuhalten. Die Tonabgrabung mit den zahlreichen Kleingewässern ist das Herzstück des Naturschutzgebietes Brink und beherbergt eine der größten Laubfroschpopulationen Nordrhein-Westfalens.
Höhepunkt der Aktion war, so Kerstin Wittjen vom Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V., der Einsatz mit dem Rückepferd „Eddie“ von Kaltblutzüchter Scholthaus aus Coesfeld-Goxel. „Eddie“, ein Rheinisch-Deutsches Kaltblut mit einem Gewicht von mindestens 700 kg, hatte einen wesentlichen Anteil an der Naturschutzarbeit. Das, was von Menschenhand zu schwer zu bewegen war, hat er eindrucksvoll aus unebenem Gelände herausgeschleppt. Rund vier Stunden zog „Eddie“ unermüdlich einen Stamm nach dem anderen aus der unwegsamen Tongrube. Die Kinder hatten das sanftmütige Schwergewicht sofort in ihr Herz geschlossen. „Eddie“ ließ sich bei der wohlverdienten Mittagspause von den Kindern mit Streicheleinheiten verwöhnen. Gegenüber Maschinen hat so ein Rückepferd den Vorteil, dass es keine Flurschäden verursacht, weshalb es optimal für einen Pflegeeinsatz in trittempfindlichen Feuchtgebieten ist.

Was ist ein Rückepferd?
Ein Rückepferd wurde bis Mitte der 1950er Jahre in Waldwirtschaft zum „Holzrücken“ eingesetzt. Die erntereifen Bäume wurden gefällt und anschließend mit Pferden bis an den nächstliegenden Weg gezogen. Wegen der hohen körperlichen Anforderungen setzte man bevorzugt schwergewichtige Pferde ein, sogenannte Kaltblüter mit einem Körpergewicht ab 700 kg. Mittlerweile wurden die Pferde von Maschinen abgelöst. Der Einsatz von Rückepferden wird heute jedoch wieder in trittempfindlichen Gebieten bevorzugt. Denn die Pferde sind gerade im unwegsamen Gelände (Feuchtgebiete, Hanglagen in Gebirgsregionen) von Vorteil, da sie im Gegensatz zu Maschinen praktisch keine Bodenschäden verursachen.


Naturschutzzentrum als NaturparkPartner

Ziel im Rahmen der NaturparkPartnerschaften ist es, die vielfältigen landschaftsbezogenen Angebote unter der Dachmarke des Naturparks darzustellen.

Seit dem 27.09.2011 ist das Naturschutzzentrum offizieller Partner des Naturparks Hohe Mark Westmünsterland.
Ziel des Naturparks an der Schnittstelle zwischen Münsterland, Niederrhein und Ruhrgebiet ist es, bis 2012 noch attraktiver für Einheimische und Ausflügler zu werden. Damit das gelingt, wendet sich der Verein an Institutionen und Unternehmen, die zwischen Hünxe und Merfeld, Olfen und Rhede regionale Produkte vermarkten, Sport und Naturerlebnisse anbieten oder sich um die Geschichte der Region kümmern. „Gemeinsam können sie neue Besucherpotenziale erschließen und die Hohe Mark auch für die Bürgerinnen und Bürger noch lebenswerter machen“, ist der Vorsitzende des Vereins, Hans-Joachim Berg, überzeugt.


Gartenrotschwanz & Dülmener Wildpferde

Die erstmalige Untersuchungen der Vogelwelt im Naturschutzgebiet Wildpferdebahn erbrachte 2011 ein überraschendes Ergebnis: der Gartenrotschwanz konnte in dem 300 ha großen Gebiet mit 44 Brutpaaren festgestellt werden. Der kleine Singvogel ist auf der aktuellen Roten Liste Nordrhein-Westfalens als stark gefährdet eingestuft. Der Gartenrotschwanz ist ein Zugvogel, der sich bei uns nur in den Sommermonaten aufhält, während er den Winter in Afrika verbringt. Auch auf Grund seiner zunehmenden Seltenheit war der Gartenrotschwanz 2011 deutschlandweit zum Vogel des Jahres ausgerufen worden.
Aktuelle Auswertungen des Naturschutzzentrums zeigen, dass der Gartenrotschwanz in der Wildpferdebahn insbesondere in den älteren, lichten Waldbereichen anzutreffen ist, wo er in Tot- und Altholz geeignete Brutnischen vorfindet. Er ist bevorzugt im Übergangsbereich zwischen Wald und Offenland anzutreffen. Der Gartenrotschwanz profitiert von der Beweidung mit den Dülmener Wildpferden, die eine Verbuschung des Waldbodens verhindern. Nur kurze Vegetation ermöglicht ihm eine erfolgreiche Nahrungssuche nach Insekten und Spinnen.


Neues Naturtourismus-Projekt

„FFH-Identitäten vernetzen - Westfälisches Naturerbe kennen und erleben“ heißt das neue Projekt, mit dem das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. und seine Projektpartner, das Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster, die EFTAS Fernerkundung Technologietransfer GmbH und die NLU-Projektgesellschaft 2012 beginnen. Gegenstand des Projektes ist das Naturerleben in den Schutzgebieten von europäischer Bedeutung NATURA 2000 mittels neuer Informationstechnologien wie dem Smartphone. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie » hier.


» zum NACHRICHTENARCHIV 2011